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Movies 2003, Teil 2 Zur Orientierung
vorangestellt abermals der dazugehörige sternige Bewertungsschlüssel... Meine
Braut, Ihr Vater, Und Ich ***** ... Die Braut,
Die Sich Nicht Traut >>> ALSO GUT, ALSO GUT!!! ICH
GEBE ES JA ZU!!!!! Ich kann es nicht länger verschweigen, nicht
länger mein Gewissen mit dieser Unterschlagung belasten und bekenne
mich nun also öffentlich dazu, mir diesen haarsträubenden Mist
tatsächlich angesehen zu haben!!! >"Recht so! Gut gemacht!"<
( - dein erleichtertes Unterbewußtsein, Abteilung für schonungslose
Ehrlichkeit) Only You
>>> Nun, im Grunde meines Herzens bin ich - man glaubte es kaum,
begegnete man mir auf der Straße - letztlich doch ein unverbesserlicher
Softie, ein verzärteltes emotionales Weichbrot, und überdies
einfühlsam genug, eine Beziehungskomödie, so sie denn wirklich
sensibel und anrührend, beschwingt und einfallsreich sein sollte,
auch entsprechend würdigen und genießen zu können. Starship Troopers
***** The 6th Day
>>> als Teenager hätte mir sowas ja noch so richtig gut
gefallen. Mittlerweile finde ich's eher zum Gähnen. Wie bereits bei
vorangegangenen Beiträgen zur westlichen Kulturlandschaft namens
"Total Recall" oder "End Of Days", findet sich hier ein wirklich interessanter
thematischer Grundansatz, welcher diesmal die Problematik des Klonens,
insbesondere wenn es dabei um den Menschen geht, aufgreift. Die Drehbuchautoren
haben zweifellos versucht, sich einige originelle Ideen einfallen zu lassen.
Letztlich bleibt dann aber im Gedächtnis doch wieder einmal nur ein
typischer, leidlich unterhaltsamer, vollkommen auf seinen Hauptdarsteller
Schwarzenegger zugeschnittener Aaaakschnfuim hängen. Denn
gesellschaftssatirische Ansätze und ethisch geprägte Gedankengänge
gehen alsbald im Explosionsgedröhn unter. Und Arnold Schwarzenegger
selbst beweist einmal mehr, daß er im Grunde ständig sich von
Film zu Film repetierend nur dieselben groben, hölzernen Figuren
mit dem unhandlichen Hackebeil seiner Mimik und Gestik schnitzt und völlig
außerstande ist, differenzierte Charaktere darzustellen. Okay, da ich gerade "High Fidelity" lese, lasse ich mich jetzt kurzerhand dazu hinreißen, zwei reichlich bescheuerte Top Five-Listen zu erstellen. Und zwar... Fünf so
richtig schlechte Filme mit Arnold Fünf so
richtig gute (!) Filme mit Arnold Okay, dann muß es auch noch, so zur rechten Abrundung, diese kleine Anekdote sein: Während einer Autofahrt meinte ich Freund Peter meine obig beschriebene Meinung in beiläufiger Kurzform kundtun zu müssen. Worauf er in seiner, in Bezugnahme auf meinen - für andere! - ungefiltert erscheinenden Filmkonsum gelegentlich schnippischen Art entgegnete: "Also, du siehst dir aber auch wirklich jeden Scheiß an...!". "Nein, das kann man so nun wirklich keinesfalls stehen lassen", verwehrte ich mich entrüstet, "aber wenn du diesem Satz die Endung solange er aus Hollywood kommt hinzufügst, werde ich allerdings nicht umhin kommen, ihn vorbehaltlos bejahen zu müssen, huar har har!" (allgemeiner, mittelschwerer Ausbruch von Heiterkeit) Die Legende Von Bagger Vance >>> das Golfspiel als mikrokosmisches Abbild des Lebens in einem topbesetzten Film, welcher beim Abschlag leichte Anflüge eines Melodrams vorgibt, sich auf der Weite des Grüns in einen philosophisch umrahmten Selbstfindungstrip wandelt und schließlich mit einem perfekt geputteten Finale sowie einer spielüberschreitenden Andeutung am Ende souverän einlocht. ****** The Watcher
*** The Faculty >>> altbekanntes Strickmuster der Darstellung des durch Aliens zur unpersönlichen, willenlosen Marionette reduzierten Menschen. Die Horror-Story als kaum verdeckte Industrialisations- und Gesellschaftskritik. Regisseur Robert Rodriquez, der sich des Themas bereits in den 90ern einmal annahm, weiß ihm allerdings kaum neue Aspekte abzugewinnen. Unterhaltsam zwar, aber von Klassikern wie "Die Körperfresser Kommen", "Die Dämonischen", "Puppet Masters", oder durch good ol' John Carpenter gleich zweimal mit "Das Ding" und "Sie Leben!", zur Genüge abgehandelt. *** Sie Leben! >>> da wir's gerade davon haben ... gut durchdacht, gnadenlos satirisch und nach wie vor sehenswert! ***** Die Fabelhafte Welt Der Amélie >>> tja, was soll ich sagen ... was Jean-Pierre Jeunet da ideensprühend zusammenkomponiert hat, ist einfach nur wunderbar, poetisch, zauberhaft! ****** The Straight
Story >>> kauziges Road-Movie, rührende Charakter-Studie
und schlichter Lobsang auf die Menschlichkeit. Fight Club >>> nach wie vor: ****** Schnee Der Auf Zedern Fällt ****(*) Und Täglich
Grüßt Das Murmeltier >>> habe ich mir mittlerweile
zum vierten Mal gegeben und finde es immer noch witzig ohne Ende! Eine
der besten jemals gedrehten Komödien, geradezu vor Genialität
sprühend, perfekt getimed und besetzt (Bill Murray, Andie McDowell),
voller herrlicher Dialoge und Szenen! Scrubs
>>> geniale neue Comedy-Serie. Spielt in einem Krankenhaus und
zeigt die Entwicklung von jungen angehenden Ärzten, die sich, nicht
wirklich darauf vorbereitet, mit dem dortigen alltäglichen Wahnsinn
auseinander setzen müssen. Gute Balance zwischen überwiegend
krassen Gags und ruhigen zwischenmenschlichen Tönen. Bemerkenswert
sind die vielen originellen Einfälle, wie etwa die umgehend in einer
anschließenden skurrilen Szene umgesetzten metaphorischen Aussprüche
oder Tagträume des zentralen Protagonisten John Dorian. Seinfeld
>>> nach wie vor der Gipfel der Exzentrik! Lara
Croft - Tomb Raider >>> Donnerstag, Neujahrsabend. Langeweile.
Zeitung aufgeschlagen, Fernsehprogramm gesucht. Jetzt bloß nichts
Schweres, bei dem man auch noch nachdenken muß. Irgendwas Sinnfreies.
Also nicht das sicherlich tolle, psychologisch ausgetüftelte "Castaway"
in welchem sich Charaktermime Tom Hanks zwei Stunden mit einem auf 'nen
Volleyball aufgemalten Gesicht unterhält, sondern... ah! - lieber
den Tomb Raider. Genau. Angelina Jolie als weiblicher Indiana
Jones, das kommt nun wirklich nicht schlecht. Vor allem optisch. Im
Verhältnis zum körperlichen zeigt sich eher wenig charakterliches
Profil, dafür aber eine nette Story und so manche temporeiche, sehenswerte
Action-Sequenz. Wer also nichts weiter als gute Unterhaltung mit einer
unverschämt gut aussehenden, schlagkräftigen, amazonenhaften
Titelheldin erwartete, der wird keineswegs enttäuscht worden sein! [Das kommt mir doch irgendwie bekannt vor... - Martin] Dancer In
The Dark >>> sagte ich "bloß nichts Schweres"? Space Cowboys ****(*) Wonderboys ****(*) Chicken Run >>> Nick Parks liebevoll inszenierte, skurrile und einfallsreiche, bis ins letzte Detail ausgestattete Knetfiguren-Animations-Filmchen um Wallace & Gromit ("The Wrong Trousers", "Unter Schafen" oder die Folge mit der unternommenen Mondreise, nur, um sich den dortigen Cheddar-Käse auf die Kräcker zu schnippeln) waren seit jeher absoluter Kult. Genauso verhält es sich mit dem ersten Kinostreifen. Witzig und sympathisch ohne Ende (allerliebst beispielsweise die anfängliche, augenzwinkernde Homage an "Gesprengte Ketten") bis hin zum fulminanten Showdown! ****** - Heiko, 07-12/2003 - |
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ersten Teil des Jahresrückblicks 2003
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