|

Eine
Werkschau in annähernd fünf Minuten
Prolog
Da ich dachte, es
sei eine gute Idee, einen kurzen skizzenhaften Abriss und Führer
durch die Historie dieser wegweisenden, Horden von ihr nachfolgenden Musikern
beeinflussenden Formation zu verfassen und da ich gerade eine schlaflose
Nacht zu verschwenden hatte, findet sich hier nun also dieser kleine,
unvollständige, schludrige, inkompetente Eintrag, zu dem mich einige
alteingesessene Verehrer, etwa für die eine oder andere, auch mal
vorkommende nicht allzu schmeichelhafte Einschätzung, wahrscheinlich
gerne in eher wenig freundlicher Manier beglückwünschen würden
... vor allem jene, welche die Pink Floyd bereits anno 1967 im legendären
Londoner UFO-Club die Freude und das Privileg hatten, zu einer Zeit live
erleben zu dürfen, als sie nur Insidern der englischen Psychedelic-Szene
begrifflich waren und meine Wenigkeit hingegen sich noch mit dem nicht
wirklich verlockenden Gedanken in eine erneute irdische Inkarnation einzutauchen,
gerade eben erst widerwillig vertraut zu machen versuchte...
Alle ihre Alben kenne ich selbst leider nicht so eingehend wie es für
eine Werkschau angeraten erschiene - welche das sind, dürfte aus
dem Text hervorgehen -, vielleicht helfen meine in Einzelfällen auch
mal zweifelhaften Einschätzungen ja dem einen oder anderen dennoch,
der vielleicht die Floyd tatsächlich noch nicht kennen sollte, sich
zu orientieren oder sich überhaupt erst für sie zu interessieren.
Und außerdem hatte ich einfach mal Lust dazu.
The Piper
At The Gates Of Dawn ('67)
Manche
Musik besteht den "Test of Time" nicht und manche war gar schon zu zu
ihrem Enstehungszeitpunkt kaum genießbar. Auf dem Debut muß
man leider so manches diesen Kategorien zuordnen, wie etwa der nicht unstressige,
in der ersten Hälfte gar dilettantisch anmutende "Interstellar Overdrive",
welcher für den frühen strukturlosen Livesound der Floyd charakeristisch
sein, aber nur dort und in Verbindung mit den aciddurchwirkten Synapsen
eines überbrückten Verstandes soetwas wie "Sinn" ergeben dürfte.
Dann etwa das seltsam kinderliedhafte "Bike", oder aber Waters nervenzerfetzendes
"Take Up Thy Stethoscope And Walk". Die ihm nachgesagte verschrobene Genialität
des Bandgründers Syd Barrett läßt sich ansonsten in dem
weiteren, nennen wir es mal psychedelischen Folk-Beat, der im London der
Swinging Sixties sicher der Knaller war, aber durchaus erkennen und nachvollziehen.
"The Gnome", "Scarecrow", "Chapter 24" und natürlich vor allem "Astronomy
Domine" sind auch heute noch richtig gute Songs. Aber das war's dann auch
so ziemlich. Nostalgiker und solche, die sich in die damalige Zeit und
Atmosphäre hinein versetzen, sich auf Spurensuche nach den Wurzeln
der modernen Popkultur begeben möchten, könnten ihre Freude
am "Piper" haben, ansonsten entgeht bei Nichtbeachtung dem heutigen Musikliebhaber
andererseits nicht allzu viel. Ähem...
Nun, vieles, das sicherlich auch auf jenem Fundament fußt, welches
Platten wie die besagte legten, an aktuellen Veröffentlichungen läßt
einen solchen Klassiker mittlerweile, wie meine anfängliche Einlassung
bereits vermitteln sollte, relativ antiquiert erscheinen. Unbestritten
bleibt sein historischer Verdienst als eines der ersten und einflußreichsten
musikalischen Werke des Psychedelic.
A Saucerful
Of Secrets ('68)
Das
überlange Titelstück ist, wie "Interstellar Overdrive" (der
Name spricht mich an, keine Frage) vom Vorgänger, über weite
Strecken kaum zu goutieren, eine verstörende Kakophonie ungezügelter,
die Grenzen des bisherigen Harmonieverständnisses ausreizenden und
überschreitenden Experimentalmusik (mit einem superben vierminütigen
Ausklang sakraler Art allerdings, genannt "Celestial Voices"!), Waters
leistet sich wieder eine schräge Verschrobenheit am Ende der ersten
Seite, ansonsten recht interessante Songs auf Seite A, klar, womit vor
allem einer der Floyd-Klassiker schlechthin, nämlich das hypnotische
"Set The Controls For The Heart Of The Sun" gemeint ist, sowie das kultige
"Let There Be More Light" withspacedoutearwormmelody, das klassizistisch-abgehobene
"Remember A Day" und auch das hippieeske "See-Saw" auf Seite B.
Inhaltlich läßt man sich, wie mancher Titel andeutet, durch
den Weltraum treiben und erfreut sich phantastisch-versponnenen Geschichtenerzählens...
Das alles besitzt eine ganz eigene, irgendwie entrückte Atmosphäre,
befindet sich deutlich außerhalb dessen, was wir gemeinhin "Normalität"
zu nennen pflegen.
Noch seinen Teil hierzu beitragend und mehr als beachtenswert: die superabgepfiffene
Coverbildcollage...!
More ('69)
Ist mir bisher leider noch nicht untergekommen. Nun, man kann und
muß ja auch nicht wirklich alles kennen...
Ummagumma
('69)
Selbiges
wird von einigen Kennern als der Band avantgardistisches Meisterwerk gehandelt.
Eine Einschätzung, welche eine Hörprobe meinerseits nicht bestätigen
konnte. CD # 1 mit Ausschnitten von Livekonzerten habe ich mir mal geschenkt,
allerdings scheinen diese Versionen überlang und deshalb eventuell
interessant zu sein. Was man von den Solo-Studioexperimenten auf CD #
2 nicht ohne weiteres behaupten kann. Musik im eigentlichen, üblichen
Sinne findet sich hier kaum. Hat Rick Wrights "Sysyphus" mit seiner symphonischen
Anlage und dem mittigen, kontrolliert-chaotischen Pianoausbruch zumindest
noch einen leidlich reizvollen Ansatz, hinterlassen Roger Waters' gelangweiltes
Akustikgitarrenpicknick "Grantchester Meadows" mit seinen nervenden Naturgeräuschen
und das nur aus echoenden, sich überlagernden, tierischen Lauten
nachempfundenen Stimmen bestehende "...Small Furry Animals...", sowie
Nick Masons Getrommel bei seinem "Grandvizirs Garden Party" ausschließlich
gedankliche Fragezeichen. Wer, bitteschön, soll mit diesem unausgegohrenen
Quatsch etwas anzufangen wissen? Allenfalls David Gilmour läßt
mit seiner gelungenen Komposition "The Narrow Way" aufhorchen, die er
nach eigenem bekunden "einfach nur dahingerotzt" hatte, was zwar dem einzigen
musikalisch ausgereiften Stück der Platte etwas unrecht tut, jedoch
Bände spricht hinsichtlich der Motivation, mit der damals dieses
Projekt angegangen wurde.
So, damit
dürfte das jetzt, nach den bisher vorangegangenen Andeutungen, also
endgültig mein persönliches Outing als musikalisch ebenso ahnungsloser
wie erzreaktionärer Schwachmat gewesen sein...
Die einen
nennen sowas wie "Ummagumma" halt avantgardistisch und revolutionär,
andere wiederum, genauso berechtigt, uninspiriert und orientierungslos.
Atom Heart
Mother ('70)
Sehr gute
Suite mit Orchester auf Seite A, auf B kürzere, und, soweit ich beurteilen
kann, nicht ausnahmslos überzeugende Stücke.
Meddle ('71)
"Echoes",
sich über 23 Minuten verteilend, scheint einem Nichtendenwollendenopiumtrip
gleich zu kommen, wobei nach weitreichendem Abtauchen ins endlos erscheinende
Meer, auch so manch skurriler Tiefseebewohner mit unheimlichen Lauten
sich dem Erforscher dieser abgeschiedenen Unterwasserwelt nähert.
Eine kultige, surreale Reise in Bereiche, in denen noch nie ein Mensch
zuvor...
Die andere
Seite wartet mit wieder kürzeren, strukturierteren, kompakteren und
guten Songs wie "One Of These Days" (den Anfang kennt jeder - sobald in
Fernsehbeiträgen sich in den Weltenraum vorgewagt wird, wißt
ihr, was einfallslose Redakteure in 90% der Fälle den Bildern an
Sounds unterlegen ... und für die restlichen 10% muß dann logischerweise
"Shine On..." herhalten, haha..!), der smokeigen Hippie-Reminiszenz "A
Pillow Of Winds" oder dem genial-rhythmusmelodischen "Fearless" auf. Selbst
das zweiminütige "Seamus" fällt nicht negativ ins Gewicht. Vielmehr
zeigen hier die sonst so ernsthaften Floyd Humor, bei dieser kurzen, nächtlich-alkoholisierten
Blues-Session, zu welcher der Schäferhund eines Bekannten, eben jener
titelgebende "Seamus", sein erschütternd klagendes Jaulen anstimmt!
Witzig. Ja, er hatte wirklich den Blues...
Versehen mit
ausgezeichnetem Klang, zeigt "Meddle" die Floyd offensichtlich auf der
Höhe ihres damaligen Schaffens.
Sollte man
sich durchaus mal irgendwann, irgendwie, irgendwo, möglichst kostengünstig
bzw. -neutral, verschaffen.
Obscured By
Clouds ('72)
Eher simple,
kurze, sehr höhepunktarme, rockige, lausig produzierte Songs. Klingt
beim ersten Eindruck wirklich lustlos und wie schnell hingezimmert, diese
ursprüngliche Auftragsarbeit für einen Film. Vielleicht liege
ich ja auch falsch, aber dies könnte mit das Schwächste von
Floyd sein.
The Dark
Side Of The Moon ('73)
Das
bekannteste und nach aktuellsten Angaben mittlerweile mit, sage und schreibe,
wahnwitzigen 55 Millionen verkauften Exemplaren erfolgreichste Werk der
Engländer, mit welchem sie dem ehemaligen Frontmann Syd Barrett,
der seiner geistigen Gesundheit, was vor allem wohl dem übermäßigen
Gebrauch in hohem Maße psychoaktiver Substanzen zuzuschreiben war,
verlustig ging, wie auch nebenthematisch dem Zustand der Gesellschaft
und Umwelt, von der Haupttexter Roger Waters wohl selbiges annahm, ein
erstes Denkmal setzten. Faszinierendes Album, mit ganz eigenem, ernstem,
düsterem, abgehobenem, kühlem, wissendem, introspektivem Feeling
- welches viele ihrer besten Werke auszeichnet -, musikalisch sehr vielgestaltig
und tiefgehend, wobei vor allem die ätherischen "Breathe", "Us And
Them" (mit dramatischen, von Backround-Sängerinnen unterstützten
Ausbrüchen) / "Any Colour You Like" und "Brain Damage" / "Eclipse",
welche das grandiose Finale markieren, gut wegschicken, hinein in die,
von vielen nicht allzu häufig aufgesuchten verwinkeltsten Ecken und
schattigen Endungen des Innern. Einzig "On The Run", ein glücklicherweise
eher kurzes instrumentales Zwischenspiel, ist mit seinen monotonen Sequenzer-Rhythmen
nicht so gelungen, hätte man durchaus mehr draus machen können.
Was soll's, dafür sind auch das von einer Soulsängerin hochemotional
vorgetragene "The Great Gig In The Sky", "Time" und sogar das sarkastische,
mit super Mittelteil versehene "Money" einfach klasse. Womit wir das ganze
Opus auch schon so gut wie durch hätten - aber was schreibe ich denn
überhaupt noch, sollte eh jeder schon längst kennen...
Wish You
Were Here ('75)
Die
letzte obige Anmerkung gilt in noch verstärkterem Maße für
diesen Klassiker. Sicherlich nicht nur für meine Wenigkeit ihre beste,
jeglichen Rahmen durchbrechende, Pink Floyd endgültig in den Zustand
der Unsterblichkeit erhebende Schöpfung.
Von in sich
geschlossener Brillanz, ragen die beiden Space-Opern "Shine On You Crazy
Diamond, Part I & II" (zusammen 26minütig, Alpha und Omega markierend),
wiederum eine Hommage an Syd, noch einmal heraus - und zwar nicht weniger
als himmelweit in allen Richtungen, und sich ausdehnend bis mindestens
zur Beteigeuze, nach Squornshöllisch Zeta und den Pleiaden!!! Schwereloses
Schweben inmitten traumhafter Harmonien, umweht von einem stillen melancholischen
Hauch. Das Finale, den endgültigen Ausklang, hätten sie denn
auch gerne noch länger. . .und. . . . . . . . . .länger. . .
. . . . .länger. . . . . . . .hinaus. . . . . .ziehen. . . . . .
.können - nicht nur darin, in diesem Melodieraum, möchte die
Musikseele ewig schwelgen, driften, resonieren dürfen. Without Time,
Without End.
Ziemlich zu
Beginn des einleitenden "Shine On..." Teiles, nach der bereits gravitationsauflösenden
Ouvertüre, finden wir übrigens ein schönes Beispiel dafür,
wie mit wenigen, wie mit einfachsten Mitteln, feinen Synthesizerwölkchen
und vier Gitarrennoten, man den Menschen mit musikalischem Ausdruck, so
er denn inspiriert sei, auf unvergleichliche Weise anzurühren und
zu verzaubern vermag. - Die Band steigt hernach vollständig ein und
Dave verströmt mehrere seiner gefühlvollen Gitarrensoli, weitergeführt
und kontrastiert von Ricks fanfarenhaften Keys, bevor dann der Hauptteil
mit seinem ebenso schwermütigen wie hymnischen Gesang einsetzt. In
jedem, mit nur etwas Sensibilität gesegneten Menschen, sollten diese
schon fast archetypisch zu nennenden Stimmungen innerlich eine bestimmte
Saite zum vibrieren und widerhallen bringen, diejenige in uns, welche
aufgespannt wurde durch all die kleinen oder größeren zugefügten
Verletzungen durch Schicksal, Existenzbedingungen und lastende Zeit, sowie
demgegenüber gleichsam derjenigen, diesen leidbehafteten Akkord weiterführenden
und wandelnden Saite, im Innern des sich zwar dem unvermeidlichen Verfall
alles Erblühenden gewärtig Werdenden, welcher sich jedoch trotzdem
noch seinen Glauben an das unbeschattete Glück, wie seine Überzeugung
der letztendlichen Heilung und Heiligung bewahrt.
Mit einer
leicht gequält wirkenden, fast resignativen, schrägen Saxophoneinlage
verklingt "Shine On..." ins nächste Stück hinein. Damit kündigt
sich bereits "Welcome To The Machine" an. Dies Aufbegehren gegen die Umstände
soll hier im Text jedoch erst später folgen... laßt uns zuerst,
völlig unchronologisch, zum Finale kommen....
...Winde kommen
auf, Vorboten eines heraufziehenden Sturmes in der Sanduhr der Zeitlichkeit.
Die alte, fest gefügt scheinende Ordnung gefährdend, wirbeln
sie durch die kontinuierlich und rastlos dahinrieselnden Körnchen,
welche ein charakteristischer, durch die Leere pulsierender Basslauf auf-
und mit sich nimmt, aus der nun gleichsam sanfte Tastenakkorde entströmen
- bis schließlich ein immer ungebändigteres, waidwund aufheulendes
Slide-Gitarrensolo tosend in die Szenerie einbricht, den unhinterfragten
Gang der Dinge nicht mehr hinnimmt und die untragbar gewordenen Verhältnisse
der Entbehrung und Unfreiheit völlig entfesselt niederreißt...!
Die beengte, umschließende Dimensionalität des Stundenglases
letztendlich in tausend Splitter zerspringen läßt... Der Song
gleitet wiederum über auf die beruhigteren Wogen des Hauptthemas,
welches mit den letzten Worten "...come on, you boychild, you winner and
loser....come on, you miner for truth and delusion........and shine!"
überführt in die schon beschriebenen abschließenden Passagen,
nun ungebundenes, freies Dahinfließen in stillbewegtem Gleichmut,
in gänzlicher Versöhnung mit dem Vergangenen. "Shine On You
Crazy Diamond", ein Monument tiefvioletter Melancholie - und zugleich
darin sternhaft aufscheinender Hoffnung.
Das Titelstück
folgt in musikalischem und textlichem Ausdruck der intentionellen Strömung
von "Shine On...", mit etwas reduzierteren Ausmaßen, seinen schönen
Akustik-Gitarren, dem nicht eben überragenden, dafür jedoch
immens charismatischen und gefühlvollen Gesang - durchaus neben dem
großartigen, wegweisenden Lead-Gitarrespiel Dave Gilmours und Rick
Wrights vor allem auf diesem Album zur Geltung kommenden andromedanebelhaften
Synthieteppichen vornehmlich zu den Stärken der Floyd gehörend
-, und seiner wunderbaren Atmosphäre, einer Art gelöster, gleichmütig
gewordener Traurigkeit, weiß dieser Song ebenso zu berücken.
Ah... so angefüllt von Herzensschwere durch den Verlust eines nahestehenden
Menschen, Verlorenheit und allgemeinem Weltschmerz - und letztlich doch
so federleicht und fast versöhnlich, daß man fast weinen möchte
und damit die eigenen Lasten von den Tönen loslösen, hinwegschwemmen
zu lassen.
Ich persönlich
hätte damals diesen Song als letzten und somit lichteren Abschluß
der Seite A genommen, doch heute, durch die CD als durchgehenden Tonträger,
erweist die Originalreihenfolge sich durchaus wieder als vorteilhaft.
Die Abfolge der Stücke, da werdet ihr mir sicher zustimmen, ist ein
nicht unwesentlicher Faktor für die Stimmigkeit und Geschlossenheit
eines Klangkunstwerkes ... und wohl niemand würde "Wish You Were
Here" inzwischen wirklich anders haben und hören wollen.
"Have A Cigar?",
welches sich offenbar auf ironische Weise mit den sicher nicht immer gutmütigen
und ehrlichen Praktiken des Musikgeschäftes auseinandersetzt, vor
allem symbolisiert durch die heuchlerischen Sprüche und Versprechungen,
die sie sich von feisten Plattenfirmen-Managern anhören mußten
(besitze leider nur eine Kopie auf Tape, habe die Texte somit nicht vorliegen
und bin zu mehr detaillierteren Aussagen also nicht fähig), gefiel
mir anfangs am wenigsten, erst nach mehreren Durchläufen lernt man
die unorthodoxe Melodieführung und den lässig swingenden Song
zu schätzen.
Bleibt noch
der Part, welcher ebenso wie "Have A Cigar?" - und im Gegensatz zu den,
trotz allem, auch die soeben beschriebenen lichten Einlassungen beinhaltenden
Stücken des Werkes - ausnahmslos die dunklen Erfahrungen der körpergebundenen
Lebensreise auf dieser Planetenwelt verdeutlicht, verarbeitet, beklagt
- "Welcome To The Machine"! Vorzügliche und markante, mit Wrights
Synthies verschmolzene Akustikgitarren und eine desillusionierte Stimme,
die in anmutigen, herzzerreißenden Wogen vom Ende aller hochfliegenden
Hoffnungen und großen Erwartungen kündet, vom gezwungenen sich
Hineinfügen in vorgefertigte Konventionen und scheinbar unabänderliche
Existenzbedingungen, welche teilnahmslos keine Rücksicht auf persönliche,
individuelle Vorstellungen, Ansichten oder Träume nehmen.
So verstehe,
interpretiere ich die Aussage von "Welcome To The Machine", obwohl es
vordergründig wieder um's vereinnahmende Musikgeschäft geht.
Pink Floyds Musik und Texte haben irgendwie die Eigenschaft, die Phantasie
des Hörers anzuregen, ihr Raum zu geben, sowie die eigene Person
mit einzubeziehen und oftmals genau in der gefühlsmäßigen
Mitte zu treffen.
Letztendlich
sollten auch solche Stimmen wie jene von "Welcome To The Machine", neben
den licht- und freudekündenden, nicht unwillkommen sein, da sie beide
erhebend wirken können auf den menschlichen Geist. Und wenn schon
nicht dies, so doch zumindest reinigend.
"Wish You Were Here"
kann man immer wieder und wieder in sein Inneres einlassen.
Eines von vielen Jahrtausendwerken.
Mehr noch, eine ewiglich in der umfassenden Finsternis lodernde Flamme.
"Nobody knows where you are,
how near or how far,
shine on, you crazy diamond...
You reached for the secret too soon,
you cried for the moon,
shine on, you crazy diamond...
Come on you raver, you seer of visions,
come on you painter, you piper, you prisoner. . .
. . .and S H I N E . . . . .!!!"
Animals ('77)
....wußte
dann nicht mehr dieselbe abgehobene Eleganz zu vermitteln wie sein Vorgänger.
Es ergeht sich vielmehr in einer tristen, depressiven Stimmung, über
das Scheitern von Individuum und Gesellschaft, das schließliche
Triumphieren der nivellierenden Naturkräfte, die Gier, Aggression
und anderen destruktiven Neigungen der menschlichen Spezies. All dies
scheint mir hier reflektiert in Text, Artwork und Musik. Ersteres wurde
bei der LP leider nicht abgeruckt, was vor allem bei "Dogs" sehr schade
ist - "So have a good drown, as you go down, all alone, dragged down by
the stone...", derb und schonungslos formuliert, und doch tägliche
hunderttausendfache erschreckende Realität -, es ist mir völlig
unverständlich, wie man bei einer Band wie Pink Floyd so verfahren
kann, wo die Lyrics einen unabdingbaren Teil des Konzeptes ausmachen und
einfach wichtig sind - auch zum besseren, tieferen Verständnis der
Musik. Das Cover zeigt das Bild eines riesigen, molochhaften, einer finsteren,
bösartigen Kathedrale gleichenden Industrie-Komplexes, wobei zwischen
Zweien der vier Schornsteine surrealistischerweise ein rosa Schwein durch
die Lüfte segelt, die Innenseite der Hülle Details des selben
Umfeldes, Fotos des Verfalls, der Hoffnungslosigkeit, der abgrundtiefen
Hässlichkeit. Die Musik schließt sich dem Gesamteindruck an,
ist basischer, erdbezogener, auf der zweiten Seite bei "Sheep" und "Pigs"
etwas monotoner und rockiger, von erschütterter, desolater Stimmung.
Wobei diese Songs durchaus ihre Momente haben, wie Wrights brillante Ouvertüre
zu "Sheep", mit einem Sound, der an ein Vibraphon erinnert (selbiger wie
er z.B. auch bei "Riders On The Storm" von den Doors zu hören ist)
und der geilen, überraschenden Gitarrenmelodie beim Finale.
Herzstück
des Werkes ist jedoch das bereits erwähnte, musikalisch superbe,
17minütige, verschachtelte, atmosphärische "Dogs", dessen schon
sinistere Wucht und dessen Botschaft von Verzweiflung und Untergang des
Einzelnen in den Niederungen einer inhumanen Umwelt wohl am ehesten zu
verstehen ist, wenn man einmal einige Jahre Fronarbeit im "Akkord" an
einem Fließband leisten durfte.
All dies ist
nicht eben dazu angetan, einem den Sonntag Nachmittag wirklich angenehmer
zu gestalten, anscheinend nicht, und trotzdem mag ich dieses Album von
Floyd wirklich sehr, obgleich ich es mir andererseits nicht allzu häufig
anhöre. Ich bin einfach der innersten Auffassung, daß auch
dies, selbst dies, gerade dies, auf diese Weise einmal dokumentiert
werden mußte. Das Elend gehört genauso zu uns wie der Glanz.
Auch ihm sollte, wie mit "Animals" geschehen, ein Denkmal gesetzt werden.
Vielleicht noch
abschließend eine kleine Anekdote. Es begab sich in Jahre 1996,
im Anschluß an einen Irland-Aufenthalt, während zweier Tage
Zwischenstop in London. Dort gastierten wir zum wiederholten Male in einem
riesigen Jugendhotel namens "Euro Tower" (weiß nicht, ob er noch
steht, ist in der Nähe der U-Station Stockwell), in welchem Reisende
aus aller Herren Länder in jener Stadt relativ billigen Unterschlupf
suchen. Dort fuhr ich mit dem Fahrstuhl in den obersten, ich glaube 14ten
Stock, um einen überwältigenden Blick über die schier endlose
City zu werfen, als ich so etwas wie ein Deja-Vu Erlebnis hatte - und
zwar erspähte ich in nicht allzu großer Entfernung das Battersea-Kraftwerk
in der Nachmittagssonne liegen, genau jenen unverwechselbaren Koloss,
den Pink Floyd auf der Vorderseite von "Animals" abbildeten. "Shit, das
hast du doch schon mal gesehen..." durchzuckte es mich, erst nach einigem
Kramen im weiträumigen Bildersaal der Erinnerungen, fiel mir ein,
wo dies nun gewesen war.
Die rosa Sau
ließ sich jedoch zu meinem Bedauern nicht blicken....
The Wall ('79)
....ist
in meinen Augen eine eher zwiespältige Angelegenheit. Beim Doppelalbum
"The Wall", welches, nicht zuletzt durch den dazu gehörigen Film
mit Bob Geldorf in der Titelrolle des von seiner Mitwelt entfremdeten
Pink, sehr viel Aufmerksamkeit des Publikums und Kritikerwohlwollen auf
sich zog, ist desöfteren, etwa im letzten Drittel von Disc 1 oder
bei dem überdrehten, operettenhaften "The Trial", der Punkt überschritten,
an dem die Musik die neurotischen lyrischen Phantasmagorien von Waters
nicht mehr aufzufangen und zu verwandeln in der Lage ist und den enervierenden
Effekt seinerseits nur noch verstärkt. Wenn auch die Konsquenz des
Werkes absolut beeindruckend, aber leider, wie angedeutet, sehr bedrückend
ist.
Selbstredend
beinhaltet "The Wall" ebenso verträglichere, ja, großartige
Momente, in "Hey You", "The Thin Ice", "Mother", "Goodbye Blue Skies"
oder dem abgehobenen, beim symphonischen Ausklang, wo Gilmours Gitarre
ungeahnte Höhen emotioneller Ekstase erreicht, völlig losgelösten
"Comfortably Numb" . . . und einigen anderen. Kaufen würde ich mir
dies Album also eher nicht - ich hab's bei unserer Bücherei nunmehr
zwanzig Jahre nach seiner Veröffentlichung ausleihen können
und mir die besten Stücke auf eine Kassettenseite gezogen (mit "Confortably
Numb" am Ende selbstverständlich). Bei Interesse würde ich jedem
empfehlen, ähnlich zu verfahren, "The Wall" ist ja recht weit verbreitet,
irgendwo, bei Bekannten vielleicht, wird sich mit ein wenig Geduld schon
ein Exemplar auftreiben lassen.
Is
There Anybody Out There? - The Wall, Live
('80 & '81)
...diese letzte Einschätzung möchte ich allerdings nicht
auf diesen absolut superben Mitschnitt bezogen wissen, welcher mir gar
deutlich besser gefällt als die originale Studiofassung! Alles wirkt
hier nun noch atmosphärischer und lebendiger. Obwohl die Arrangements
im Grunde identisch sind (der Kinderchor von "Another Brick In The Wall
Pt. 2" wird der Einfachheit halber gleich von der Konserve geliefert;
später übernahmen das die Backround-Sängerinnen), ist dies
eine ganz andere Platte, ja, sogar die sonst etwas nervig-überspannt
wirkenden Stücke gewinnen an Dichte und Eindringlichkeit, überzeugen
und offenbaren ihre Notwendigkeit im Kontext. "The Wall" als Gesamtkunstwerk
erschloß sich mir somit fünf Jahre nach dem Erstkontakt erstmals
so richtig. Hey, sogar das kapriziöse Finale "The Trial" kann ich
mir inzwischen reintun - und das will schon was heißen... Der Sound
ist perfekt und die Räumlichkeit der Instrumente, vor allem Gilmours
Gitarren, kommt brillant, während der Gesang keine Wünsche offen
läßt, was besonders für die vielen mehrstimmigen Einsätze
gilt, beispielsweise bei "Goodbye Blue Skies". Selbst Roger Waters, der
die labile Gemütsverfassung des Protagonisten bemerkenswert 'rüberbringt,
aber auf manchen Hörer schonmal einen enervierenden Effekt haben
kann, trifft seine Töne sehr gut.
Ach ja, die solistischen Einlagen nehmen gegenüber dem Original in
der Bühnensituation wie selbstverständlich einen breiteren Raum
ein, etwa bei "Another Brick In The Wall Pt. 2" oder dem famosen, zum
achtminütigen Opus ausgeweiteten "Mother". Dies gilt logischerweise
ebenso für das Solo an sich: "Comfortably Numb", ein Finale
von 2'45'' Länge; es ist ätherischer und dadurch nicht mit ganzer
Schärfe zur Geltung kommend, eben noch - was man sowohl als Vor-
als auch Nachteil sehen kann - ungreifbarer, sowie leicht differierend,
spontaner, wilder, abgedrifteter im Vergleich zur ursprünglichen
Albumversion oder dem 15 Jahre später auf "Pulse" (dazu, und
ich lasse es gerne wie eine Drohung klingen, kommen wir später noch...)
festgehaltenen emotionalen Freiflugschein. Könnte ich mir in tausenden
Variationen anhören, ohne daß auch nur eine Handbreit das Interesse
erlahmte.
Wirklich toll eingefangen, diese ganzen subtilen, vornehmlich düsteren
Atmosphären von "The Wall".
Ein dunkles, mitunter sarkastisches Meisterstück wie man ein zweites
vergeblich sucht.
Trotz aller vorhandener Tragik und Schwermut alles andere als ein Downer.
Ein weiterer - manche sagen: letzter - Geniestreich von Pink Floyd.
The Final
Cut ('83)
Es
ist wirklich nicht als sonderlich prickelnd zu bezeichnen, was sich auf
"The Final Cut", welches viele eingeschworene Fans als das deutlich schwächste
Werk der Band ansehen (laut Umfrage des Fanmagazins "The Amazing Pudding"),
abspielt. Die Musik plätschert, verglichen mit den Texten, eher wenig
ambitioniert vor sich hin, dient offenbar auf diesem Egotrip Roger Waters'
weitgehend nur noch als Vehikel, um die lyrischen Obsessionen seines Erschaffers
zu transportieren. Das einstige interstellare Raumschiff mußte damit
eindeutig Havarie erleiden, ist abgeschmiert und zerschellt auf dem harten,
unnachgiebigen Boden der Realität.
Klar, das
Album ist nicht wirklich so schlecht, wie es - soeben auch von mir...
- oftmals dargestellt wird; Michael Kamen und das London Symphony Orchestra
heben sein Niveau mit ihrer klassischen Untermalung deutlich an, ein paar
gute Songs und dichte Atmosphäre sind zu attestieren, nur, Rogers
Sarkasmus, seine Politizismen und Anti-Kriegs-Tiraden, welche sich heftig
in seinem Gesang niederschlagen, sind, wenn auch verständlich, über
die Dauer eines Longplayers wohl eher weniger verträglich.
A Momentary
Lapse Of Reason ('87)
Die
letzte Scheibe, im Grunde eh schon ein Solowerk, sollte nach Roger Waters
Absicht tatsächlich und ganz konkret "der finale Schnitt" sein und
die, wie er glaubte, künstlerisch ausgebrannte Formation im Anschluß
endgültig ins kühle Grab geschickt werden. Seine Kollegen erdreisteten
sich anderer Ansicht zu sein und die klangarchitektonische Arbeit unter
dem Namen Pink Floyd weiterführen zu wollen, was zwischen beiden
Parteien zu ein wenig spitzfindigem rechtlichen Tauziehen, sowie ausgiebigeren
und unschönen medialen Auseinandersetzungen führte.
Das von David
Gilmour schließlich auf die Beine gestellte Comeback erweist sich
als gute und solide Produktion. Nicht weniger, leider aber auch nicht
viel mehr als dies. "Signs Of Life" leitet mit schwelgerischen Synthies
und Gitarrenlicks Gilmours ein, welche man freudig als typisch floydianische
Sounds sofort identifiziert, doch die Stücke vor allem auf der ersten
Seite erreichen einen nicht so, wie dies bei den besten 70er Sachen zwingend
der Fall gewesen ist. Sie sind wie "One Slip" und "Learning To Fly" musikalisch
einfach zu glatt und tiefenlos, sich den üblichen Popstandards annähernd,
oder "Dogs Of War" zu zäh ausgefallen. "On The Turning Away" am Ende
ist ein wirklich schönes, getragenes Lied. Dreht man die schwarze
Scheibe, führt das klangliche Flanieren in etwas experimentellere
Regionen, das achtminütige "Yet Another Movie" schimmert im Dunkeln,
viele leuchtende Soli erhellen die Szenerie, "Terminal Frost" zerreißt
den Schleier der Nacht, "Sorrow" sublimiert den Schmerz, und überläßt
schließlich den Ausgesetzten, Gestrandeten, möglicherweise
Gescheiterten, dem grellen, jedoch nicht mehr unerträglichen Licht
eines erneut anbrechenden Morgens, verwundert und kopfschüttelnd
über das noch immer rastlose Umherziehen unter der Sonne einer noch
immer fremden und unverständlichen Welt.
Einer Welt, die
durchaus auch geliebt werden sollte und kann.
Durch Kunst,
Humor und Dichterblick.
Vergeistigt
und gelichtet.
Wie schon erwähnt,
um noch ein abschließendes Wort über das Album anzubringen,
"A Momentary Lapse Of Reason" ist gut und hörenswert, wenn vielleicht
auch zu sehr sich auf Gilmours - natürlich nichtsdestotrotz immer
wieder gerne gehörte - Sologitarre verlassend und kompositorisch
nur phasenweise herausragend.
The Division
Bell ('94)
Zum
- nur vorläufigen, wie wir alle vergebens hofften -, Abschluß
ihres Wirkens ist den Floyd doch tatsächlich noch einmal ein ganz
großer Wurf gelungen. Die Stücke auf diesem, mit weit über
einer Stunde Spielzeit auch quantitativ üppig ausgefallenen Opus,
sind, mit gewissen (doch geringen) Schwankungen, die es logischerweise
immer gibt, von erlesener Güte. Obwohl bei den Arrangements vieles
einen wenn auch nicht allzu eng begrenzten Rahmen nicht überschreitet,
auf spektakuläre Experimente zugunsten der Eingängigkeit und
des Wohlklangs abgeklärter Kompsitionen verzichtet wird, braucht
es doch einige Durchläufe, bis sich einem die mit vielen Details
verschwenderisch verzierten Lieder erschließen. Eines nach dem anderen,
gleich Blütenkelchen am ersten richtig warmen Frühlingstage
sich einer milden Brise, öffnen sie sich dem geneigten und schließlich
verzückten Wahrnehmenden. Am besten über Kopfhörer sich
geben lautet hier mein Rat, dann gelingt (nicht nur) in diesem Fall das
Eintauchen in die sich hier darbietende Klangfülle und schließliche
Verschmelzen mit dieser, am leichtesten und weitreichendsten.
"Division
Bell" ist zu vielschichtig, um jetzt noch auf alles einzeln eingehen zu
wollen. Ein paar Aspekte seien dennoch hervorgehoben. So stellt man schon
bald fest, daß das Album in seiner Grundtendenz eine deutlich positivere
Einstellung ausstrahlt, als jene, deshalb nicht minder schätzenswerte,
Schöpfungen zwei Dekaden zuvor. Exemplarisch ist für diese Einschätzung
vielleicht "Coming Back To Life" zu nennen, das von einer verlorenen Liebe
handelt, dem anschließenden Schmerz, der Leere, und dann dem schließlichen
überwinden derselben, "I took a heavenly ride through our silence
. . . and headed straight - into the shining sun", musikalisch erhebend
umgesetzt.
Schnell reinlaufen
müßte einem weiterhin "What Do You Want From Me?", nicht die
einzige Nummer mit jenem tollen, souligen, eigentlich typisch floydigen,
weiblichen Chorgesang (diese Steigerungen...!), den phantastischen, gleich
Blitzen das dunkle Firmament durchzuckenden Gitarren und wiederum einem
bemerkenswerten Text versehen, in welchem ein wohl ermüdender Künstler
sich fragt, was denn sein Publikum eigentlich von ihm wolle, ob es Antworten
auf grundsätzliche existenzielle Fragen oder ob es ihn einfach nur
ausbluten sehen will. David Gilmour ist eine Persönlichkeit, der
man sicherlich nicht Arroganz vorwerfen kann, wie man sie ihm, aufgrund
obiger Aussagen, gegenüber den Käufern seiner Musik vielleicht
anlasten möchte, ich frage mich nur, wie er damit, mit der herausfordernden
Frage "was wollt ihr denn eigentlich von mir?", in Konzerten etwa, vor
seine Hörer treten will. Wenn man diesen Text vollkommen auf ihn
persönlich bezieht, muß da ein etwas paradoxes Selbstverständnis
zu Tage treten, zudem bei monatelang sich an eine Veröffentlichung
anschließenden riesigen Tourneen. Zumal es, das sei hinzugefügt,
beim künstlerischen Ausdruck zu aller erst unabdingbar darauf ankommt,
was der Künstler selbst, unabhängig von der kommerziellen Verwertbarkeit
oder der vorhandenen Erwartungshaltung der Konsumenten, an inneren Bildern
und Gefühlen verwirklicht sehen möchte, was in ihm selbst drängend
zur Darstellung zu kommen verlangt. Im linden, der Schwere entbundenen
letzten Drittel, nachdem Dave beteuert, man sei nicht auf ihn angewiesen,
um glücklich zu sein, wird dann jedoch alles auf herausragende Weise
wieder relativiert und zurechtgerückt ... "you can have anything
you want ... you can drift, you can dream, even walk on water ... anything
you want ... you can own everything you see ... sell your soul for complete
control - is that really what you need? ... you can loose yourself this
night ... see inside, there is nothing to hide ... turn and face the Light..."
Wunderbar
floydianisch und doch in keinem Fall ein Abklatsch früherer Tage
sind beispielsweise auch die beiden instrumentellen "Cluster One" und
"Marooned", bei dem sich wieder zeigt, daß nur wenige (vielleicht
Nick Barrett, Steve Howe, Steve Rothery oder Andy Latimer fallen mir da
spontan namentlich ein, viele viele andere Gitarristen - und nicht nur
aus dem Art Rock Bereich - sind natürlich ebenfalls überragend!)
wie Gilmour das Vermögen besitzen ihre Gitarre gleichermaßen
schwermütig wie filigran und abgehoben geradezu singen zu
lassen, weiterhin das himmelblaue "Poles Apart", durch welches mittig
ein paar regnerisch-gewittrige Wolken ziehen oder das ätherische
"Keep Talking", mit seinem gesanglichen Frage- und Antwortspiel. Den superben
Mittelteil von "Take It Back", diese leider nur angespielte Gitarrenmelodie,
hätte man am Ende einfach nochmal bringen müssen, voll ausgespielt,
mit Rhythmus drunter und allem, später noch weithallende Gitarren-
und Synthiesoli darüber, auf dieser sonischen Welle dahingleitend,
endlos, endlos, einfach endlos...
Das wolkengleiche
"A Great Day For Freedom" scheint dann so wieso nicht mehr länger
dieser Daseinsebene zugehörig.
Das letztendliche,
unübertreffliche High Light erwartet den nun schon längst jeglichem
grobstofflichen Zugriff ins geistige Innerliche entschwundenen Klangkosmosreisenden
dann schließlich zum epischen Finale des Werkes, welches nochmals
auf eindringlichste Weise den ewigen Fluß des Seins heraufbeschwört
- "High Hopes"....!!! In Wort und Ton von selten erlebter Klarheit und
Einheit, reflektiert Gilmour seine Erfahrungen, wie aus großer Ferne
zurückblickend auf die Wege der Erinnerung, auf längst vergangene,
einstmals, in einem scheinbar anderen Leben durchwanderte Landschaften,
welche dem geöffneten, durchlässigen Geist doch immer wieder
zugänglich und gegenwärtig sein können. Entrückt klingt
er, abgeklärt, gleichmütig und gleichzeitig liebevoll, dies
einstige kindliche Spiel mit all seinen Widersprüchen vollauf bejahend.
Eingebettet
in stimmige, wunderschöne Musik, umgeben von geisterhaften Glocken,
melancholisch-getragenem Piano, einer dramatischen spanischen Gitarre,
sowie himmelwärts wehenden Streichern, entfalten sich jene holden,
geradezu mythischen Bildnisse.
Zuerst, nur
angedeutet, die paradiesischen Gärten. Dann, das Erkennen der Gegensätze,
die Erbsünde, symbolisiert duch das Schlagen der Glocke der Teilung
und Trennung, das Wagnis und Abenteuer der individuellen Lebensreise,
die begleitende leise Verzweiflung über den Verlust der Vollkommenheit
und die tiefe Sehnsucht nach diesem Zustande, schließlich eine Schau
auf den letzten Horizont, die Wiedervereinigung, bei welcher alle internalen,
auf den zurückgelegten vielfältigen Straßen der unzähligen
Weltillusionen gesammelten, aber verloren geglaubten persönlichen
Schätze und Reichtümer aus den unendlichen Strömungen des
Ewiglichen wieder emporquellen und sich erneut entfalten, nun endgültig
vergeistigt und gelichtet.
Nach den letzten
Zeilen, den letzten wunderbaren Worten, beginnt Gilmours Slide-Gitarre,
umspült von leuchtenden, dahinfließenden Streicherwogen, wiederum
unvergleichlich und eindringlich, grenzenlos und strahlend zu singen,
zu lobpreisen, zu jubilieren, in glückseilgem Taumel und Rausche,
die Kette aller durchlaufenen individuellen Existenzen zerfließt
sogleich in breitem durchlässigem Strome und nun unwiderruflich zu
sternenhafter Musik, zur ganzheitlichen Symphonie des schließlich
als schattenlos erkannten Seins, zu einem schillernden Fluß gleichzeitiger
Struktur und Transzendenz, zu einem Fluß voller Erinnerung und Gegenwärtigkeit,
voller einzigartiger erblühender Bilder und Gefühle, voller
Verbundenheit zu allem jemals Geliebtem und allen jemals Geliebten, mündend,
in den Ozean der Ewigkeit.
Beyond the horizon
of the place we lived when we where young
In a world of magnets and miracles
Our thoughts strayed constantly and without boundary
The ringing of the division bell had begun
Along the long
road and on down the causeway
Do they still meet there by the cut
There was a ragged
band followed in our footsteps
Running before time took our dreams away
Leaving the myriad small creatures trying to tie us to the ground
To a life consumed by slow decay
The grass was
greener
The light was brighter
With friends surrounded
The nights of wonder
Looking beyond
the embers of bridges glowing behind us
To a glimpse of how green it was on the other side
Steps taken forwards but sleepwalking back again
Dragged by the force of some inner tide
At a higher altitude
with flag unfurled
We reached the dizzy heights of that dreamed of world
Encumbered forever
by desire and ambition
There's a hunger still unsatisfied
Our weary eyes still stray to the horizon
Though down this road we've been so many times
The grass was
greener
The light was brighter
The taste was sweeter
The nights of wonder
With friends surrounded
The dawn mist glowin
The water flowing
The endless river
Forever and ever...
* * * * *
* * * * * *
* * * *
* * *
* * * *
* * * * *
* * * * * *
* * * * * * *
* * * * * * *
* * * * * *
* * * *
* * * * *
* * * *
* * * *
* * * * * *
* * * *
* * * * *
* * * *
Die inneren Sterne
erglühen...
"High Hopes", sicherlich
einer der gipfelhaftesten Songs aller Zeiten. Den Text mußte ich
einfach komplett zitieren, der eine oder andere mag ihn zudem auch noch
nicht kennen.
Gut, man könnte
diesen nun ebenso ausschließlich als sensible Rückschau auf
die Historie der Band interpretieren, völlig legitim, denn darauf
gibt es ja verständlicherweise Bezüge, jedoch genau so viel
deutet darauf hin, daß er noch viel mehr ist als dieses, viel mehr....
Pulse, Live
('95)
Gemeinhin
üben Konzertmitschnitte wesentlich weniger Verlockung auf mich aus,
als reguläre Alben der favorisierten Künstler. Klar, man hört
bei Gelegenheit gerne mal rein, allzu oft erweisen sie sich jedoch allenfalls
als bessere Best Of-Kompilationen, bei welchen, abgesehen vom Klang, kaum
Unterschiede zur ursprünglichen Studiofassung auszumachen sind, bei
denen kein Mut zur Abweichung, zur Neuinterpretation, zur Improvisation,
zur Extention einzelner sich anbietender Themen, kurz gesagt: zur Überraschung
gegeben ist. Davon findet sich hingegen auf "Pulse", dem superben Abschiedsdokument
dieser großartigen, die moderne Musik prägenden und mitgestaltenden
Gruppe namens Pink Floyd, das eine oder andere in dieser Richtung, weshalb
jenes an dieser Stelle gebührende Erwähnung finden soll. Alleine
die fulminante Neufassung des kompletten "Dark Side Of The Moon"-Zyklus,
welche sich abgesehen von "Money" (aus dem ausgedehnten Mittelteil hätte
man allerdings mehr machen können) und "The Great Gig In The Sky"
(absoluter Wahnsinn!) eng ans Original hält, rechtfertigt bereits
die aufgebrachte Aufmerksamkeit. Was die restliche Songauswahl angeht,
reichen selbst zwei vollgepackte Discs offenkundig keinesfalls aus, um
alle in Frage kommenden Klassiker, gerade eben auch die weniger bekannten,
in die Neuzeit zu transportieren und -formieren zu können. Während
ich statt "Learning To Fly", welches mich trotz seines guten Textes weiterhin
kaum anzusprechen vermag, sowieso lieber was anderes gehört hätte
und "Keep Talking" das einzige Stück ist, welches live nicht so gut
funktionierte und leider gegenüber der Studiofassung etwas abfällt,
kommen die erweiterten, neu ausgeschmückten "Another Brick In The
Wall Pt. 2" und "Run Like Hell" immerns gut, und "Sorrow", noch besser
als auf "A Momentary Lapse Of Reason", scheint schließlich nicht
mehr von dieser Welt. Gleiches gilt sowieso für "Shine On You Crazy
Diamond"; die Aufnahme zwanzig Jahre zuvor war zwar unmöglich steigerbar,
das gravitationslose far-above-the-clouds Niveau wird jedoch locker gehalten,
die wunderbare entrückt-melancholische Stimmung perfekt getroffen
und, erneut verzückend, wieder aufleben lassen. Ganz groß auch
"Wish You Were Here", also, hier müßte eigentlich ein jedes
fühlende Wesen, wenn diese fast schon sentimentalen, charakteristischen
Akustikgitarrenakkorde erklingen und schließlich das gesamte Publikum,
wenn tausende von Menschen in diese sehnsuchtsvolle Ode einstimmen und
Zeile um Zeile mitsingen, körperlich eine Gänsehaut überziehen
und seelisch in völliger Ergriffenheit aufgehen. Welch einzigartige
Atmosphäre.
Einen
haben wir aber noch..... "Comfortably Numb"! Einen der herausragenden
thematischen wie musikalischen Eckpfeiler des "The Wall"-Albums. Es beschreibt
den kulminativen Punkt in der Leidensgeschichte des tragischen Rockstars
Pink, eines klassischen Antihelden in der Tradition von The Who's "Tommy"
und einer Mischung der Alter Egos von Syd Barrett und Roger Waters, welcher
seine Probleme und Traumata durch den Rausch eines exzessiven Sex, Drugs
& Rock'n'Roll-Lebens, sowie den Zuspruch und die Anerkennung seines
Publikums zu verdrängen trachtet. Es beschreibt den Punkt, an dem
er sich an seinem Ruhm abgearbeitet, in der Genußsucht totgewühlt
hat und ausgepumpt, ausgebrannt, leer, apathisch in seinem Umkleideraum
sitzt und für die Außenwelt nicht länger ansprechbar ist.
Der letzte Stein wurde aufgeschichtet, die schützende "Mauer" um
die eigene Psyche, welche alle äußeren wie inneren Dämonen
ausschließt, endgültig hochgezogen, Pink gegenüber der
Realität in einen Zustand der "angenehmen Taubheit" versetzend. Die
völlige Flucht nach innen. In den Überblendungen zwischen Strophe
und Refrain wechselt der Blickwinkel hin und her, zwischen einerseits
den musikalisch dunkel gefärbten Versuchen der an Pink ihre Forderungen
stellenden Manager und Plattenfirmenleute, die mit ärztlicher Unterstützung
zu ihm durchzudringen trachten - "hello, is there anybody in there?"
-, um ihn verzweifelt für die nächste anstehende Show zumindest
einigermaßen auftrittsfähig zu bekommen, wie andererseits introspektiv
Pinks abgeschiedene Hochstimmung, wenn in seinem inneren Refugium auf
schwerelosen Streicherwogen einige glückliche Momente seiner Jugend
ins Bewußtsein aus den Tiefen der Erinnerung herauf gewirbelt werden.
Für alles andere....
unerreichbar;
unberührbar.
Alles Fordernde,
alles Verletzende ist nun weit, weit weg...
Nach dem ersten
Chorus setzte Dave Gilmours Gitarre bereits dazu an, sich zu erheben,
weiterführend aufzusteigen, um allem, möglicherweise ihn, Pink,
doch noch besitzergreifen Wollenden und auch allem letztlich hauchdünn
noch Beengenden, davonzufliegen. Erst nach dem zweiten Chorus jedoch,
breitet sie endgültig ihre mächtigen Schwingen aus, alles unter
sich zurücklassend, nimmt sie Pink und uns mit, und durchrauscht
die Leere, den unendlichen Raum zwischen den Sternen mit einem der denkwürdigsten,
spektakulärsten Soli, welches je eines Menschen Bewußtsein
in einem ekstatischen Taumel mit sich zu reißen wußte! Waaaaaaaaaahnsinn!!!
OchGottochGottochGott....... Endlich, möchte man da fast ausrufen,
endlich wurde dies Solo einmal gebührend ausgespielt, obwohl man
sowas zuvor eigentlich nicht wirklich für möglich hätte
halten können. Denn das ursprüngliche war ja schon genial, damals
wurde es berdauerlicherweise jedoch nach knapp zwei Minuten bereits ausgeblendet,
sicher auch auf Drängen Roger Waters', der seine Handlung durch längere
instrumentale Sektionen in Gefahr sah verwässert zu werden (zu seiner
Verteidigung sei erwähnt, daß man das Solo bei seiner 2002er
"In The Flesh"-Tournee wirklich ausgiebig zelebrierte, gegen Ende gar
zweistimmig, brillant vorgetragen von den beiden Virtuosen Chester Kamen
und Snowy White). Bei der "Pulse"-Liveversion allerdings nimmt es annähernd
die Hälfte des Stückes ein, markiert unzweifelhaft einen der
intensivst-möglichen Momente menschlichen Erlebens und läßt
unmittelbar alle ansonsten bestehenden materiellen und verstandesgemäßen
Begrenzungen hinter sich zurück, zuckt und windet sich ganze viereinhalb
Minuten lang, einem kosmischen supernovahaften Orgasmus gleichend, durch
eine beseelt aufleuchtende Unendlichkeit...........!!! Dieses, ohne auch
nur für den Bruchteil einer Sekunde jenen gigantischen, von Beginn
bis Ende genial durchkonzipierten und dennoch völlig spontan wirkenden
Spannungsbogen wanken oder gar abreißen zu lassen. Dabei gekonnt
und perfekt ausbalancierend zwischen schmerzhaft-lustvoll läuternder
Spannungsentladung und aufglühender, unverstellter, befreiender,
eingeschrieben in die gestaltlose Zeitenlosigkeit ihre Intonation erwartende,
pure Schönheit.
Fühlt es selbst.
Epilog
Nun, es dürfte
euch letztendlich doch mehr als nur fünf Minuten abverlangt haben,
dies zu lesen, wie es auch mich nicht eine schlaflose Nacht kostete, sondern
gleich mehrere, um diese Verneigung auf den Bildschirm zu
bringen, vor diesen musikalischen Pionieren der experimentellen Rockmusik,
die dieses kleine Opfer aber zweifelsohne wert sind.
Schnell mußte
ich mir eingestehen, daß ich die einzelnen Alben nicht, wie ursprünglich
ersonnen, mit jeweils ein paar hastigen Worten im Vorbeigehen abtun könne.
So respektlos kann man mit "Dark Side Of The Moon", "Wish You Were Here"
und anderen einfach nicht umspringen.
Zugegeben,
es gibt sicherlich Bands, welche bei mir häufiger zum Zuge kommen
als Pink Floyd, doch dürfte deutlich geworden sein, daß bei
mir für diese absolut schätzenswerte Formation sehr viel Zuneigung
all-zeit bestehen wird.
Die Überschrift
ist inzwischen natürlich der blanke Hohn ... ich find's lustig und
belasse sie deswegen in ihrer ursprünglichen Formulierung bestehen.
Der Kontrast zwischen der eigentlichen Absicht und dem, was dann auf erstaunliche
Ausmaße anschwoll, sich verselbständigte, könnte grotesker
kaum sein...
Vielleicht
verfahre ich irgendwann in selbiger Form auch mal mit Mike Oldfield oder
Alan Parsons, Genesis, Tangerine Dream oder Yes, widme deren zahlreichen
und ja, vor allem bei den ersten zweien, nicht ausnahmslos empfehlenswerten
Werken etwas Aufmerksamkeit. Es ist jedoch dies Zustandekommen sehr unsicher,
ist wie so oft nur so 'ne wage Idee und allenfalls wenn's mich tatsächlich
überkommen sollte, mache ich mich mal drüber her, zumal meine
Sammlungen einiger dieser einflußreichen musikalischen Ikonen hinderlicherweise
Löcher von den Ausmaßen eines Mondkraters aufweisen...
Schnell noch
einen Buchtip eingeschoben, den ich damals in Nonkonform No. 3 schon ausführlicher
darstellte: "Pink Floyd" von Nicholas Schaffner. Dort bekommt der weiterhin
Interessierte detailierte Informationen über die Entwicklung der
Band von ihren Anfängen bis zum Beginn der 90er ("The Division Bell"
leider nicht mehr mit eingeschlossen!) und den Entstehungshintergrund
der Alben, kompetent und spannend beschrieben.
Ich für
meinen Teil bin damit zumindest am verbalen Ende meines Nachfolzuges von
über einem Vierteljahrhundert Musikgeschichte endlich angelangt und
hoffe, ihr hattet ein wenig Spaß beim Verfolgen meiner Ausführungen
und Abgleichen eurer Ansichten mit den meinigen.
Die Selbstüberschreitung
ist ja einer der grundsätzlichsten Antriebe des Menschen und deshalb
empfinden wir die Kommunikation, in welcher Form sie auch immer stattfindet,
als eine der Möglichkeiten des Brückenschlages zwischen Ich
und Du, zwischen meiner und deiner ansonsten abgeschlossenen Insel, für
uns derart gewinnbringend und schön - man öffnet sich dem anderen,
tauscht sich aus, verbindet sich gedanklich und emotional miteinander.
Deshalb reden wir so gerne, wesentlich über das, was uns wirklich
innerlich bewegt, etwa Musik. Deshalb liest man auch so gerne über
einen selbst berührende, für sich selbst metaphorisch bedeutsame
Kunst. Deshalb schreibe ich darüber. Deshalb versuche ich, meine
Empfindungen und Ansichten so wahrhaftig als möglich abzubilden.
Und irgendwann,
da bin ich sicher, wird es uns noch viel weitreichender möglich sein,
miteinander in Kontakt und Austausch zu treten als hier und heute.
Grenzenlos...
Wir sehen uns also
dann, dereinst,
die dunkle Seite des Mondes hinter uns lassend,
irgendwo da draußen,
jenseits des Jupiter....
- Heiko -
|